L'autre moitié

2007
Feature film 89 min., 35mm

by Rolando Colla
with Abel Jafri, Kader Boukhanef, Nade Dieu
Original version French
Press Review

deutsch

"Vor der grandiosen Juralandschaft evoziert der Filmemacher gekonnt und ohne Blauäugigkeit auch mit Mitteln des Thrillers, ein Klima des Misstrauens und der Paranoia, das sehr treffend die Problematik rund um die Integration abbildet."
Vincent Adatte, L'EXPRESS

"Ein Thriller, der seinem Genre alle Ehre macht, intelligent, sehr gut dokumentiert und hervorragend interpretiert."
Mathieu Loewer, LE COURRIER

«Ein exzellenter Film! Und überdies: Die Musik ist ganz wunderbar.»
RADIO VILLE-MARIE, Québec

« Colla fängt unsere Welt in einem eindrücklichen Kammerspiel ein. Der Film ist eine Parabel dessen, was uns Menschen verbindet. »
Tibor De Viragh, Der Landbote

« Der Verzicht auf klingende Starnamen verpasst dieser topaktuellen Geschichte zusätzliche Authentizität. «
20 Minuten

« Der Film verlässt sein Thema nie. Und er verliert auf keinem Umweg den roten Faden. « L'autre moitié » handelt sehr präzis von den Risiken einer Illusion. »
Christoph Schneider, Tages Anzeiger

« Colla ist eine stimmungsvolle Geschichte gelungen, die durch eine in nebligen Grau-Grün-Tönen gemalte Bildsprache wirkt. » Alexandra Stäheli, NZZ

Colla's Film stellt eindringlich die Frage nach der Identität von Menschen, die in verschiedenen Kulturen aufgewachsen sind. cineman.ch

« Die dichte Geschichte im Zwielicht hält dich gefangen, kein Gedanke mehr an Fussball. Collas Film ist stärker, 90 Minuten lang.»
Daniel Suter, Tages Anzeiger

"Die beiden Hauptdarsteller sind hervorragend. Und das nicht etwa, indem sie wuchtig und effektheischend chargieren, sondern schlicht dadurch, dass sie stets ganz da sind. Hinter ihren traurig, wütend, sehnsuchtsvoll, wehmütig, reuig oder zärtlich, leuchtenden, funkelnden und blitzenden Augen, verbergen sich all jene Geschichen, die L'AUTRE MOITIE andeutet, ohne sie zu Ende zu erzählen und, ob der natürlichen Leinwandpräsenz seiner Protagonisten, auch ohne sie zu Ende erzählen zu müssen. Im Wesentlichen ist der Film intensiv gespieltes Charakterkino."
Stefan Volk, FILMBULLETIN

« Rolando Colla ist kein Melodramatiker. Er hält seine Figuren kitschrein. Mit einer kargen Lakonie, der die karge schmutzig verschneite Juragegend entspricht, erzählt er eben nicht vom Glück, ganz zu werden, sondern vom Problem, dass so eine Wiedervereinigungsoperation an der offenen Seele womöglich mehr schmerzt, als die Narben einer Trennung. Hamid und Louis, ungleich-gleiche Brüder, gelangen nicht redend zur Harmonie, sondern aggressiv, und oft sprachlos, erst einmal zu einer grösseren Gegensätzlichkeit als je zuvor. Darin quält sie dann umso schmerzhafter die unbewusste Nostalgie nach einer gemeinsamen Kugelmenschlichkeit. Der Film verlässt sein Thema nie: den Wunsch nach Harmonie mit sich selbst, die Disharmonien der Wirklichkeit und die Frage nach den richtigen Loyalitäten. Und er verliert auf keinem Umweg den roten Faden dieser brüderlichen Auseinandersetzung, in der zum Versuch, sich als eine Einheit zu lieben, der Verrat der einen Hälfte an der anderen gehört. « L'autre moitié » handelt sehr präzis von den Risiken einer Illusion. Das Ende ist optimistisch und bleibt tragisch und offen. »
Christoph Schneider, Tages Anzeiger

« Rolando Colla fängt mit dem Film L'autre moitié unsere Welt in einem eindrücklichen Kammerspiel ein. Sein neuer Film ist Thriller, Polit-, Psycho- und Melodrama in einem, vor allem aber eine Parabel dessen, was uns Menschen verbindet. Dieser Genremix zeichnete auch Fatih Akins Auf der anderen Seite aus und scheint unvermeidlich, wenn die Figuren durch ihr Schicksal in den Schnittpunkt verschiedener Existenzsphären geraten. Das ist bei Flüchtlingen wie Hamid immer der Fall. Ihre persönliche Geschichte ist von übermächtigen politischen und ökonomischen Gegebenheiten geprägt, die meist schon die Biografie der Eltern bestimmt hat. Derart in kollektive Prozesse eingebunden, fällt kulturellen Grenzgängern die Emanzipation im aufgeklärten Sinn schwer. Darauf weist indirekt bereits der Titel, L'autre moitié, hin, der ein alternatives Verständnis von Selbstfindung signalisiert. Eine Hälfte braucht die andere, um ein Ganzes zu sein, und Individualität im eigentlichen Sinn, als Unteilbarkeit, zu erfahren. Hamid und Louis repräsentieren diese Hälften, gegensätzlich und komplementär bis in kleinste Einzelheiten hinein. Vor allem aber teilen sie die Erfahrung, früh von einem Elternteil und Geschwister getrennt worden zu sein. Verzweiflung und Eifersucht sind die Folge und stellen sich der Versöhnung entgegen. Darum kann, so Colla, die Annäherung nur als Kampf erfolgen. Im Ringen miteinander - sei es in fahler Nacht auf dem Acker, sei es um die Geliebte - entlädt sich aufgestaute Wut, nimmt das Phantombild des anderen greifbare Gestalt an und wird eine schmerzliche Begegnung möglich. Das tönt nicht im Entferntesten utopisch und ist doch ein hoffnungsvoller Kontrapunkt zur berechtigten Klage über Entwurzelung und "Zusammenprall der Kulturen". Analog kontrastiert die dichte motivische Komposition der Geschichte mit den schmucklosen, dokumentarisch anmutenden Bildern von Kameramann Peter Indergand - als wären auch Poesie und soziale Wirklichkeit zwei HÃäften, die sich suchen. Am Zuschauer liegt es, sie zusammenzuführen.»
Tibor De Viragh, Der Landbote

"Das engagierte Kino von Rolando Colla findet mit der Fertigstellung von L'autre moitié seine logische Folge, die hoffentlich so schnell noch nicht abbricht. Seine Geschichte für diesen Film ist zuletzt kaum mit den Attributen "gut" und "böse" zu erfassen. Colla fordert vom Publikum letztlich schon eine Art Stellungnahme, zwingt es aber in keiner Weise, seine Sicht der Dinge zu übernehmen. Das ist hohe Kunst des sozialkritischen Kinos. Das Publikum in sich immer wieder verändernde Gewissheiten zu verführen, um es schliesslich mit einer Wendung zu konfrontieren, die die eben gefasste Meinung untergräbt, das erfordert schon so etwas wie "aktive Teilnahme" an den Geschehnissen auf der Leinwand. Bezieht man dann das Geschehene noch auf die heutige Realität, bekommt L'autre moitié noch einmal eine weitere, ernstliche Ebene hinzugestellt."
Thierry Frochaux, P.S.

"Die beiden fremden Brüder Die Filme von Rolando Colla suchen in bewegenden Geschichten die Auseinandersetzung mit Konflikten unserer Zeit: Migration und Heimatverlust, kultureller Clash. Unser Land steht da mittendrin. Hamid und Louis sind aufgewachsen im Neuenburger Jura und haben sich als Knaben aus den Augen verloren. Louis blieb bei der Schweizer Mutter, Hamid ging mit seinem Vater nach Algerien zurück und lebt inzwischen in Brüssel. Einer, der sich als sein Bruder ausgibt, ruft Hamid nach dem Tod der Mutter zurück in die Schweiz. Ist es überhaupt der Bruder? Ist die Mutter da schon verstorben? Hamid und Louis begegnen sich erstmals, und von da an erzählt der Film in immer enger geführten Schlaufen, ob sich familiäre Bande beglaubigen lassen, ob Loyalitäten zum Zuge kommen, die nicht auf versteckten Motiven beruhen. Nähe, Brüderlichkeit sind zunächst jedenfalls nichts als eine Behauptung, und Louis - so deckt der Film mit der Zeit auf - ist nicht, was er scheint. Seine Nähe zu Hamid wirkt recht aufdringlich. Aber was ist allenfalls Täuschung, was sind kulturelle Codes? Ein Klima von Misstrauen und latenter Bedrohung grundiert die Geschichte. Immer klarer erhalten wir Einblick, wie sich in Hamid die Krisen überlagern, wie unbehaust er ist in seiner Ehe und in der Organisation der Islamisten, wie entwurzelt zwischen der Schweiz, Algerien und Belgien. In jeder Beziehung ist er ein Entwurzelter, und in Abel Jafri hat der Regisseur einen Hauptdarsteller gefunden, in dessen Gesicht sich grosse Sensibilität und noch grössere Undurchdringlichkeit paaren. Um wie viel anders wirkt dagegen Kader Boukhanef als Louis. Er hat eines dieser offenen Gesichter, in denen die Seele auf dem Tablett zu liegen scheint und in denen sich dennoch nichts verrät. Zwischen den beiden Darstellern laufen die Spannungsbögen übers Kreuz, und je untergründiger, desto stärker sind sie spürbar. Wie Hamid und ausgerechnet Louis' Freundin Isa Zuneigung zueinander fassen, als das Leben sie im Haus der toten Mutter zusammenführt, wie ihre Blicke sich begegnen und noch nichts und doch schon alles sagen, ist von einer schönen, schwebenden Intimität. "L'autre moitié" changiert uneinheitlich zwischen unterschiedlichen Tonalitäten. Trotzdem: Einer der Männer ringt am Ende um sein Leben, und da sind Hamid und Louis sich schon so sehr Brüder im umfassenden Sinne geworden und uns gefühlsmässig ans Herz gewachsen, dass es unserer Anteilnahem an ihrem Schicksal nicht mehr viel anhaben kann."
Martin Walder, NZZ AM SONNTAG


français

"Ce film, modeste par son budget, offre une magnifique performance d'acteurs, celle d'Abel Jafri et Kader Boukhanef. Ils interprètent au coeur de ce thriller intense et dramatique, avec une rare vérité, ces deux frères qui se surveillent, se méfient l'un de l'autre et s'affrontent. La fratrie, l'islamisme et l'intégration, des femmes qui attendent des hommes qui ne reviendront pas, voilà ce que filme Rolando Colla avec maestria et une belle humanité. « L'autre moitié» est un des plus beaux face à face cinématographique de ces derniers trimestres."
PARISCOPE, Arno Gaillard

« L'autre moitié» renouvelle intelligemment le genre, porté par un scénario brillant et la sensibilité à fleur de peau des comédiens. Une vraie surprise."
CINELIVE, Ines Mazzacurati

"Instaurant un climat paranoïaque qui traduit à merveille la problématique de l'intégration, le cinéaste joue sans angélisme la carte du thriller avec pour cadre, très cinématographique, les hauts plateaux jurassiens."
Vincent Adatte, L'EXPRESS

Un thriller qui fait honneur au genre, intelligent, très bien documenté et admirablement interprété.
Mathieu Loewer, LE COURRIER

"Un film excellent. Un scénario très bien ficelé et trés bien écrit, proposant un regard moins monolithique sur le terrorisme. La musique, en outre, est splendide. »
RADIO VILLE-MARIE, Québec

« Dans L'autre moitié, Rolando Colla saisit le monde qui est le nôtre en le ramenant de façon impressionante aux dimensions du « théâtre de chambre ». Son nouveau film est avant tout une parabole de ce qui nous lie, nous autres hommes. »
Tibor De Viragh, Der Landbote

« Rolando Colla fait l'économie de toute posture moralisante. Il se fait observateur discret. Par ailleurs, en faisant le choix de ne pas recourir à des stars en vue, il donne une authenticité accrue à cette histoire d'une actualité brulante.» 20 Minuten

«Jamais le film ne s'égare ni ne perd le fil rouge de cette confrontation fraternelle. « L'autre moitié» traite très précisément des risques propres à l'illusion. »
Christoph Schneider, Tages Anzeiger

« L’autre moitié » s’interroge sur les effets de notre inscription dans un univers culturel – et sur la façon dont notre origine nationale et mentale nous imprègne ensuite au point de déterminer le coeur de notre caractère ou de notre existence. Colla a réussi à camper ici une histoire à l’atmosphère forte et singulière, riche d’un langage visuel peint dans des tons de gris-vert nébuleux. Alexandra Stäheli, Neue Zürcher Zeitung NZZ

« On est captivé par l’intensité de cette histoire en demi-teintes, on n’a plus une pensée pour le football. Le film de Colla est plus fort, 90 minutes durant. Daniel Suter, Tages Anzeiger

« Les personnages et l’intensité de leur jeu sont au coeur de ce film. Les deux acteurs principaux sont remarquables. Et ce non parce qu'ils auraient un jeu chargé, plein d'amplitude et d'effets, mais tout simplement parce qu'ils sont vraiment là, et tout le temps. Derrière leur regard lumineux, intense, vif, empreint de tristesse, de rage, de désir, de nostalgie, de regret ou de tendresse, se cachent toutes les histoires que « L'autre moitié » évoque sans les raconter jusqu'au bout, sans d'ailleurs avoir besoin - grâce à la présence naturelle des protagonistes à l'écran - de les raconter jusqu'au bout.»
Stefan Volk, Filmbulletin

« Rolando Colla n'écrit pas de mélodrames. Ses personnages n'ont rien de kitsch. Avec une sobriété laconique tout à fait conforme à la rudesse de la région du Jura et à ses neiges sales, il nous conte une histoire où il est moins question du bonheur de la plénitude conquise que des souffrances causées par une telle opération de réunification, une opération à « âme ouverte », plus douloureuse encore peut-être que les cicatrices laissées par une séparation. Hamid et Louis, frères semblables et dissemblables, ne trouvent pas dans la parole le chemin de l’harmonie, mais se heurtent dans un premier temps, dans l’agressivité et souvent le silence, à un antagonisme plus fort encore qu’il n’était. Et la nostalgie inconsciente d’une identité commune, d’une unité primordiale perdue les ronge toujours davantage. Jamais le film ne s’écarte de son sujet : le désir de trouver l’harmonie avec soi-même, les dissonances de la réalité, et la véritable nature de la loyauté. Jamais non plus il ne s’égare ni ne perd le fil rouge de cette confrontation fraternelle dans laquelle la trahison de l’autre moitié est indissociable de la tentative faite pour s’aimer dans l’unité. « L’autre moitié » traite très précisément des risques propres à l’illusion. Le dénouement est optimiste tout en restant tragique et ouvert.» Christoph Schneider, Tages Anzeiger

« Dans „L’autre moitié“,Rolando Colla saisit le monde qui est le nôtre en le ramenant de façon impressionante aux dimensions du« théâtre de chambre ». Son nouveau film tient à la fois du thriller, du drame politique, du drame psychologique et du mélodrame, mais il est avant tout une parabole de ce qui nous lie, nous autres hommes. Ce mélange des genres était aussi l’une des caractéristiques du film « De l’autre côté » de Fatih Akin, et il semble s’imposer quand les personnages, par leur destin, évoluent à la croisée de diverses sphères de l’existence. Et c’est toujours le cas chez les réfugiés comme Hamid. Leur histoire personnelle est façonnée par des données politiques et économiques au poids écrasant qui, bien souvent, ont déjà été déterminantes pour la biographie de leurs parents. Cette implication dans des processus collectifs rend l’émancipation difficile pour les passeurs de frontières culturelles. Le titre, „L’autre moitié“, y fait d’ailleurs allusion de façon implicite en proposant une approche différente de la quête de soi. Toute première moitié a besoin de la seconde pour pouvoir former un tout et faire l’expérience de l’individualité au sens fort, qui est celui d’une indivisibilité. Hamid et Louis représentent ces moitiés opposées et complémentaires jusque dans les moindres détails. Mais avant tout, ils partagent une expérience, celle d’avoir été séparé précocément de l’un des parents et de l’autre frère. Désespoir et jalousie en résultent et viennent faire obstacle à la réconciliation. C’est la raison pour laquelle le rapprochement, selon Colla, ne peut que prendre la forme d’un combat. C’est cette lutte des deux hommes — la nuit, dans un champ baignée de lumière blafarde, ou pour conquérir l’être aimé — qui permet de décharger la rage accumulée, de rendre plus saisissable l’image fantomatique de l’autre, c’est elle qui rend possible une douloureuse rencontre. Cela n’a rien d’utopique, et c’est pourtant un contrepoint plein d’espoir au discours empreint de regrets, également fondés, sur le déracinement et le « choc des civilisations ». De la même façon, l’intensité des motifs dans la composition de l’histoire contraste avec la sobriété quasi documentaires des images du cameraman Peter Indergand – comme si la poésie et la réalité sociale constituaient elles aussi deux moitiés qui se cherchent. Au spectateur de les réunir.»
Tibor De Viragh, Der Landbote

Le cinéma engagé de Rolando Colla trouve avec l'achèvement de "L'autre moitié" sa suite logique, une suite dont on espère qu'elle ne s'interrompra pas de sitôt. L'histoire qu'il a conçue pour ce film n'est pas réductible aux catégories de "bien" et de "mal". Dans une certaine mesure, Colla invite le public à prendre position, mais en aucun cas il ne le contraint à adopter son point de vue. C'est là le grand art du cinéma de critique sociale. Commencer par amener le public à se forger des certitudes, puis, par un effet de bascule, mettre à mal l'opinion qu'il vient de se construire. Voilà qui exige une forme de "participation active" aux événements se déroulant à l'écran. Et pour peu que l'on rapporte l'intrigue au contexte réel actuel, "L'autre moitié" acquiert en outre une portée supplémentaire, davantage de gravité. Thierry Frochaux, P.S.

"Les deux frères étrangers Les films de Rolando Colla abordent dans des histoires émouvantes les conflits de notre époque : migration et perte du pays d’origine, choc des cultures. Notre pays est au coeur de ces questions. Hamid et Louis ont grandi dans le Jura Neuenburg et se sont perdus de vue alors qu’ils étaient encore enfants. Louis est resté avec sa mère qui était Suisse, Hamid est reparti en Algérie avec son père et s’est ensuite installé à Bruxelles. A la mort de sa mère, Hamid reçoit un coup de fil d’un homme qui se présente comme son frère et lui demande de venir en Suisse. S’agit-il vraiment de son frère ? Leur mère est-elle vraiment morte ? Hamid et Louis se voient une première fois, et à partir de là le film décrit des cercles de plus en plus étroits autour de la question de savoir si l’on peut attester l’existence de liens familiaux, s’il existe une vraie loyauté qui ne repose pas sur des intentions cachées. Proximité et fraternité ne sont dans un premier temps que proclamées, et Louis — le film le revèle progressivement — n’est pas ce qu’il semble être. L’intimité qu’il impose à Hamid semble intrusive. Mais qu’est-ce en fait que la duplicité, que sont les codes culturels ? L’histoire est construite sur un climat de méfiance et de menace latente. Nous percevons de façon de plus en plus évidente toutes les crises qui agitent Hamid, combien peu il se sent à sa place dans son couple et dans l’organisation des islamistes, combien il se sent déraciné entre la Suisse, l’Algérie et la Belgique. Dans cette relation, il est le déraciné, et le réalisateur a trouvé en la personne d’Abel Jafri un acteur principal dont le visage combine une grande sensibilité et une opacité plus forte encore. Kader Boukhanef (Louis) est tout autre. Son visage ouvert est de ceux qui semblent présenter leur âme sur un plateau et qui pourtant ne trahissent rien. Tout oppose les deux acteurs, et plus ces tensions sont souterraines, plus elles se font sensibles. La façon dont Hamid et Isa, l’amie de Louis, sont attirés l’un par l’autre lorsque la vie les fait se rencontrer dans la maison de la mère morte, la façon dont leurs regards se croisent et ne disent rien encore mais déjà tout pourtant rend compte de fort belle façon, d’une façon flottante de cette intimité naissante. "L'autre moitié" oscille entre des tonalités diverses sans qu’une unité s’en dégage. Il n’empêche : à la fin, l’un des deux hommes lutte pour sa vie, et là, Hamid et Louis sont vraiment devenus frères au sens fort du terme, et nous tenons à eux, si bien que cela ne peut plus vraiment faire obstacle à notre implication dans leur destin. Martin Walder, NZZ am Sonntag
 

English

“Against the backdrop of the spectacular Jura Mountains, the filmmaker skilfully and without naïveté evokes a climate of distrust and paranoia using the language of the thriller, accurately portraying the issues surrounding integration.” Vincent Adatte, L'EXPRESS

“An excellent movie! And the music is quite wonderful.” RADIO VILLE-MARIE, Quebec Rolando

"Colla has captured our world in an impressive chamber drama. His new film is a parable of that which unites us as human beings." Tibor De Viragh, Der Landbote

“The absence of star names lends additional authenticity to this highly topical story.” 20 minuten

The film never lets go of its subject matter. Neither does the film ever lose the thread of this brotherly conflict. “L’autre moitié” deals very accurately with the risks inherent in an illusion. »
Christoph Schneider, Tages-Anzeiger

“An excellent movie! And the music is quite wonderful.” RADIO VILLE-MARIE, Quebec

“Colla has succeeded in telling an evocative tale, which achieves its effect through imagery painted in hazy gray-green shades.” Alexandra Stäheli, NZZ

“In essence, the film is an intensely acted drama. The two leading actors are excellent. Without ever falling into heavy-handed or affected overacting, they covey an extremely solid presence throughout. Their tender-gleaming, sparkling or glaring eyes in turn express sadness, anger, wistfulness, melancholy and remorse, concealing all the stories that L’AUTRE MOITIE hints at without finally resolving and – thanks to the natural screen presence of the protagonists – has no need to resolve.” Stefan Volk, Filmbulletin “Rolando Colla is no melodramatist. He keeps his characters kitsch-free. In sparse, laconic tones, which correspond perfectly to the scraggy, dirty, snow-covered Jura region, he deliberately refrains from telling of the joys of becoming whole, but of the predicament that a reunification of this kind can cause greater pain to the exposed soul than the scars of a separation. Hamid and Louis, the unequal but alike brothers, do not reach harmony through conversation, but through often silent aggression, initially creating a greater dichotomy than ever before. This causes them, like Aristophanes’ circle-men, to be even more painfully afflicted by an unconscious nostalgia for wholeness. The film never lets go of its subject matter: the desire for inner harmony, the disharmonies of reality and the question of the right loyalties. Neither does the film ever lose the thread of this brotherly conflict, where the attempt to achieve a unitary love comprises the betrayal of one half by the other. “L’autre moitié” deals very accurately with the risks inherent in an illusion. The end is optimistic while remaining tragic and open-ended. » Christoph Schneider, Tages-Anzeiger “With his film “L’autre moitié”, Rolando Colla has captured our world in an impressive chamber drama. His new film is at once a political and psychological thriller as well as a melodrama, but above all it is a parable of that which unites us as human beings. This mixture of genres also characterised Fatih Akin’s “The Edge of Heaven” and there is inevitability about how the characters are driven by their fates to the pivotal point between different spheres of existence. With refugees like Hamid, this is always the case. Their personal story is shaped by overwhelming political and economic circumstances, which have usually also determined the biographies of their parents. Locked into collective processes of this kind, cultural border-crossers experience difficulty in achieving emancipation in the enlightened sense. Indirectly, the title “L’autre moitié” alludes to this fact, indicating as it does an alterative reading of self discovery. One half needs the other in order to become whole and experience individuality in its true sense as indivisibility. Hamid and Louis represent these halves, antithetical and complementary down to the last detail. Above all, however, they share the experience of having been separated from a parent at an early age. This results in despair and jealousy, which stand in the way of reconciliation. Consequently, according to Colla, their rapprochement can only take place as a fight. In tussling with each other, be it in the sallow night in a field, or over their lover, their pent up anger is released, takes tangible shape in the phantom image of the other and a painful encounter is made possible. There is not a hint of utopia about this, yet it does create a counterpoint of hope with respect to justified grievances about uprooting and the “clash of cultures”. Analogously, the densely woven motifs of the story contrast with the dry, documentary-like images created by Peter Indergand – as if poetry and social reality were two halves in search of one another. It is up to the audience to unite them."
Tibor De Viragh, Der Landbote

"With “L’autre moitié”, Rolando Colla’s socially-committed cinema finds its logical consequence, which will hopefully continue long into the future. Ultimately, the story of this film can hardly be captured in terms of “good” and “evil”. In the final account, Colla does require his audience to take party of a kind, but he never forces them to adopt his point of view. This is the high art of socio-critical cinema. To entice the audience into ever-changing certainties before finally confronting them with a twist that undermines the opinions arrived at merely a moment ago, requires something akin to 'active participation' in the events unfolding on the screen. Transposing the story’s events to present-day reality, also places “L’autre moitié” onto a further, more concerning level. Wow." Thierry Frochaux, P.S.

"Two estranged brothers Rolando Colla’s films respond to the conflicts of our time with moving stories. Migration and the loss of homeland, the clash of cultures. Our country is in the middle of it all. Hamid and Louis spend their childhoods in the Neuchâtel Jura and were separated in youth. Louis stayed with his Swiss mother, while Hamid returned with this father to Algeria and now lives in Brussels. Someone claiming to be his brother calls Hamid back to Switzerland following the death of his mother. Is it really his brother? Has his mother died already? Hamid and Louis meet and from then on, in ever tightening circles, the film reveals whether the family bond can be upheld, whether loyalties not based on hidden motives come into play. Closeness and brotherliness are initially no more than a claim and Louis, as the film gradually reveals, is not what he seems. His familiarity towards Hamid seems rather pushy. But how much is deception, and how much is determined by cultural codes? A climate of distrust and latent menace underpins the story. We are afforded ever increasing insight into how the crises are compounded in Hamid, how insecure he is in his marriage and in the Islamist organisation, how uprooted he is between Switzerland, Algeria and Belgium. He is deracinated in every respect, and in Abel Jafri, the director has found an actor whose face combines great sensitivity with even greater impenetrability. How differently Kader Boukhanef appears as Louis. He has one of those open faces in which the soul seems to be presented on a platter, yet gives away nothing. A web of tensions is created between the two actors and the more latent these are, the stronger we feel them. The way in which Hamid and Louis’ girlfriend Isa, of all people, find affection for one another when life brings them together in the dead mother’s house, the way in which their gazes meet, simultaneously telling nothing yet everything, has a beautiful, palpable intimacy. “L'autre moitié” shifts unevenly between different tonalities. Nevertheless, at the end, one of the men is left fighting for his life, and Hamid and Louis have already become brothers in such a comprehensive sense and have grown in our hearts to such an extent that we are left with an unwavering sympathy for their fates." Martin Walder, NZZ am Sonntag